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UV-Schutz für Augen im Fokus

UV-Schutz für Augen im Fokus

UV-Licht macht glücklich, birgt aber auch Risiken. Gerade Outdoor-Worker, die permanent dem UV-Licht der Sonne ausgesetzt sind, müssen sich schützen. Professionelle Sonnenschutzcremes und Berufskleidung mit UV-Schutz schirmen die schädliche Strahlung von der Haut ab. Aber auch die Augen müssen geschützt werden. Intensive UV-Strahlung kann kurzfristig Entzündungen an Bindehaut oder sogar Hornhaut hervorrufen. Grund sind fotochemische Reaktionen, die die äußeren Zellen zerstören. Wirken UV-Strahlen langjährig auf die Augen ein, kann es zur Eintrübung der Linse kommen und Erkrankungen wie „Grauer Star“ begünstigen. Durch das Tragen einer geeigneten Sonnenbrille kann man die Augen einfach schützen und damit auch langfristig Erkrankungen vorbeugen.

Auf die Kennzeichnung achten

Sonnenbrillen gibt es viele. Sie unterscheiden sich in Form, Tönung und vielen weiteren Eigenschaften. Eins haben sie alle gemeinsam – alle sollen vor UV-Licht schützen. Aber wie erkennt man eine Sonnenbrille, die für den gewerblichen Einsatz geeignet ist? EU-Richtlinien schaffen Klarheit.

Kennzeichnung nach DIN ENDie DIN EN 166 stellt umfassende Anforderungen für Augenschutzprodukte dar, die wie folgt gegliedert sind: Grundanforderungen (z.B. mechanischer Schutz), Zusatzanforderungen (z.B. Schutz gegen Flüssigkeiten) und wahlfreie Anforderungen (z.B. Kratzfestigkeit). Je nach Bauart des Augenschutzes können mehrere Anforderungen geprüft und zertifiziert werden. Alle Anforderungen werden entsprechend gekennzeichnet. Schutzbrillen nach DIN EN 166 bestehen aus Brillenkörper und Sichtscheiben, die in Folgenormen nach Sicherheits-Sichtscheiben und Sichtscheiben mit Filterwirkung aufgeteilt werden (siehe obenstehendes Datenblatt).

Die DIN EN 170 legt Schutzstufen und Transmissionsanforderungen für Ultraviolettschutzfilter fest.

Und die DIN EN 172 beschreibt die Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften von Filtern, die zur Dämpfung von Sonnenstrahlen im betrieblichen Gebrauch eingesetzt werden.

Auf die Tönung kommt es an

Bereits Schutzbrillen ohne Tönung leisten einen guten Schutz vor UV-Strahlung. Die UVEX Schutzbrille Pheos CX2 filtert beispielsweise die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer und bietet damit 100% Schutz vor UV-Licht. Sollen aber auch Blendungen durch das UV-Licht und Reflexionen verhindert werden, müssen die Scheiben wie bei einer Sonnenbrille getönt sein. Es gibt viele unterschiedliche Farben und Tönungsgrade, in denen die Scheiben gefärbt werden können.

UVEX Schutzbrillen TönungenAm beliebtesten ist die graue Scheibentönung. Sie bietet Schutz vor natürlicher Blendung und lässt eine Signalfarbenerkennung zu. Ebenso wie die braune Scheibentönung, die zudem mit einer kontraststeigernden Wirkung die Wahrnehmung verbessern kann. Die Tönungen werden je nach Hersteller in unterschiedlichen Abstufungen angeboten. UVEX bietet die graue Tönung mit 14% oder 23% und die braune Tönung mit 20% Transmission an. Auch im Bereich der Korrekturschutzbrillen kann das Scheibenmaterial mit einer Tönung ausgeführt werden. Dabei kann man wählen, ob die Scheiben in braun oder grau konstant getönt sein sollen oder die Tönung sich in Abhängigkeit von UV-Strahlung und Temperatur anpasst. 

Fördermittel für Sonnen- und Hitzeschutz durch BG BAU

Auch die BG BAU betont, dass eine zu hohe Dosis an Sonnenstrahlen die Augen von Beschäftigten schädigen, die oft im Freien arbeiten und empfiehlt UV-Schutzbrillen mit der Schutzstufe 5-2,5. Damit sind ein ausreichender Schutz und eine sichere Farberkennung im Straßenverkehr gewährleistet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen vorliegen, erstattet die BG BAU im Rahmen ihrer Arbeitsschutzprämien Arbeitgebern einen Teil der Anschaffungskosten – jedoch maximal 20 Euro – für jede geeignete Sonnenbrille zum Einsatz für ihre im Freien tätigen Beschäftigten. Unter www.bgbau.de/praemien kann der Katalog der förderwürdigen Maßnahmen sowie Anforderungen und der Antrag auf Förderung abgerufen werden. Nähere Informationen zur Förderung von Sonnen- und Hitzeschutz gibt es hier.

Sie wollen mehr über Augenschutz erfahren? Dann wenden Sie sich an unsere Spezialistin: Frau Kristin Stepputtis, Tel. 02361 5805-426, stepputtis@schloemer24.de